Was können wir heute noch glauben?

15.07.2010 11:58 Alter: 56 Tage

Von: Anne-Kathrin Koppetsch

Neue Gesprächsreihe in St. Petri: von September 2010 bis Juli 2011. "Heiße Eisen" des Christentums werden angefasst.

Start der Reihe ist am Dienstag, 7. September, um 19.30 Uhr in St. Petri. Im Fokus des Vortrags von Almut Begemann steht das Gottesbild. „Ich glaube, dass wir in der Kirche das Bilderverbot nicht ernst genug nehmen“, lautet ihre provokative These. Das vorherrschende Gottesbild sei männlich geprägt. Immer wieder sei von Gott als dem „Herrn“ die Rede, selbst in neueren Liturgien. Da es nicht möglich ist, Gott in Begriffe zu fassen, hält Begemann es für angemessen, mit einer Vielzahl von Gottesbezeichnungen umzugehen.

Dem Vortrag folgt einige Wochen später, am Donnerstag, den 23. September, ein Gesprächsabend im Katholischen Forum. „Wir wollen den Impulsvortrag diskutieren.“ Die Reihe sei nicht als „moderner Glaubenskurs“ oder der Versuch, die christliche Lehre zeitgemäß auszulegen, gedacht. „Es soll tatsächlich eine ergebnisoffene Auseinandersetzung sein!“

Weitere Themen in diesem Jahr sind die Dreifaltigkeit Gottes im Oktober, die Auferstehung im November und Fragen der Ethik im Dezember.

Für die Vorträge haben die Veranstalter sowohl katholische als auch evangelische Theologinnen und Theologen gewinnen können. Pfarrer Michael Westerhoff, Leiter des Fachbereichs Bildung und Begegnung, hat sich das brisante Thema „Weltgericht“ vorgenommen. Mit dabei sind auch Kolleginnen und Kollegen aus der Seelsorge und aus verschiedenen Beratungsstellen. Die Vortragsreihe schließt mit einem Referat von Dr. Britta Jüngst, Pfarrerin im Frauenreferat der westfälischen Kirche, zum Thema „Wahrheit“. Das letzte Diskussionsforum wird am 14. Juli 2011 angeboten.

Zielgruppe: Fragende, Freigeister, Suchende, Grenzgänger/innen, allgemein Interessierte.

Veranstalter: Stadtkirche St. Petri zusammen mit der Ev. Erwachsenenbildung Dortmund und zahlreichen Kooperationspartnern.

www.stpetrido.de
Programm Gesprächsreihe