Nacht der Offenen Kirchen
25.05.2010 12:15 Alter: 107 Tage
Mehrere Tausend Menschen fanden trotz schönen Wetters in der Pfingstnacht den Weg in die Dortmunder Kirchen.
22 Gotteshäuser in Dortmund und zwei in Lünen öffneten ihre Pforten am Pfingstsonntag zur „Nacht der Offenen Kirchen“, 250 in der westfälischen Kirche insgesamt. Das Programm war so vielfältig wie die Kirchen und die Gemeinden selbst: kreativ ging es in der Bartholomäus-Kirche Lütgendortmund zu, meditativ beim Labyrinth in der Stadtkirche St. Petri. „Die Stimmung hier war sehr dicht“, berichtete Pfarrerin Barbara von Bremen.
In der Pauluskirche (Bild: Schütze) gab es eine Jazznacht vom Feinsten, gut besucht von rund 300 Menschen. Etwas Besonderes hatten sich die Programmplaner in der Segenskirche Eving ausgedacht. Ein Tangolehrer brachte dem Publikum erste Schritte des argentinischen Tanzes bei.
„Ich bin dann mal da!“ Nach einem temperamentvollen Trommelauftakt verteilten sich die Besucherinnen und Besucher vor der Lutherkirche Hörde. An verschiedenen Stationen konnten Aufgaben zum Thema „Pilgern“ gelöst werden. „Welches Lebensmittel braucht man unbedingt beim Pilgern?“, lautete eine der Fragen, und die Antwort, na klar: „Wasser!“ In der Kirche verteilte Pfarrerin Angela Dicke Pilgerpässe, denn die Lutherkirche ist auch eine der Stationen auf dem neuen Pilgerweg im Pott. Zum ersten Mal nahm die Paul-Gerhardt-Gemeinde in der südlichen Innenstadt Teil. Lesungen und Musik zum Thema „Gegenüber“ wechselten sich ab. Ein aufwändiger Live-Stream vernetzte St. Reinoldi mit weiteren Stadtkirchen im Ruhrgebiet. Guarescis berühmter Krimi „Don Camillo und Peppone“ kam in der St. Johann-Baptist-Kirche Brechten zu Gehör. Passend dazu gab es ein italienisches Buffet mit Bruscetta, Pizza und Antipasti, angeboten auf der Wiese vor dem Gotteshaus. Über noch mehr Besucher hätte sich Pfarrerin Monika Holthoff gefreut, doch hier galt, wie auch an anderen Orten: das erste sommerliche Wochenende lockte viele Menschen eher in das Freie als in die Kirchen.
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